MIZZUNI-PATENSCHAFT

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MIZZUNI-PATENSCHAFT

“Patenschaft”

Der Schneeleopard, erbarmungslos verfolgt aufgrund seines Pelzes, seiner Körperteile. Dabei gilt diese seltene Art zu den stärksten bedrohten Großkatzen der Welt. Ihr Bestand sank um mehr als 80% in den letzten Jahrzehnten und droht auch aufgrund der immer kleiner werdenden Rückzugsgebiete weiter zu sinken. Ein weiteres Opfer menschlicher Faktoren. Den Schneeleoparden schützen, bewahren und forcieren, dafür engagiert sich auch MIZZUNI mit einer Patenschaft bei NABU und sie werden ein Teil dieses Engagements.


“Der Schneeleopard”

Der Panthera unci gehört zur Familie der Felidae (katzenartig) und gilt als Einzelgänger. Sie werden bis zu 13 Jahre alt und in Gefangenschaft sogar bis zu 21 Jahre und erreichen dabei ein Körpergewicht von etwa 55kg mit einer Länge von bis zu 130cm. Ihr Körperbau ist bestens an seine Lebensweise und Umgebung angepasst, sodass dieser auch als „Bergsteiger der Großkatzen“ gilt. Dieser Bergsteiger lebt meist in Hochsteppen und bevorzugt auch in felsigem Gelände über der Waldgrenze, wo dieser aufgrund seiner Streifzüge etwa 30km pro Tag zurücklegt. Auf diesem Streifzug wird etwa alle 10-15Tage ein großes Beutetier erlegt. Dabei zählen sowohl kleine bis mittelgroße Huf- und Säugetiere als auch vereinzelt Vögel und Pflanzen zu seiner Beute.



“So lebt der Schneeleopard”

Der Schneeleopard lebt sowohl in der russischen Altai, im Himalaya und im tibetanischem Hochland, als auch im Himmelsgebirge des Tia Shan, in der Steppenwüste Gobi und im Pamir und Hindikusch. Dabei bevorzugt er abschüssiges und zerkluftes Gebirge wie an Hanglagen, Steilhängen, Schluchten und Gebirgskämmen in einer Höhe von 2700 bis 5000m über dem Meeresspiegel. Dieses trockene, kalte Kontinentalklima in diesen Gebieten erreicht dabei Temperaturen von -40 bis 20 Grad Celsius und besitzt so charakteristisch wenig Vegetation, was dem Schneeleoparden bei seiner Jagd einen wichtigen Vorteil verschafft, da dieser aufgrund seiner hohen und weitsichtigen Position als Aussitzjäger pirscht und lauert. Der Schneeleopard wirf infolgedessen seine Beute oft aus hohen Sitzen zu Boden und stellt diesem mit 6-7 Meter langen Sprüngen nach, bis er seine Beute mit einem Biss ins Genick oder der Kehle tötet und zu einem sicheren Platz schleppt. Dennoch lebt dieser hauptsächlich in einem bestimmtem Gebiet, denn je mehr Beute sich dabei in einem Gebiet befindet, desto kleiner ist diese, da ein kleiner Aktionsradius dem jeweiligem Jäger genügt. Grundsätzlich schätzen Forscher diese Gebiete jedoch als großflächig (12 bis 500 Quardradkilometer) ein, was als theoretischer Wert zu betrachten ist, da durch die Topografie der großen Gebiete verschiedenste Ökosysteme aufeinandertreffen. Diese ermöglichen dabei einen hohen Grad an biologischer Vielfalt und charakteristischen Unterschieden.




“Direkte Bedrohung”

Der Schneeleopard befindet sich auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten der Weltnaturschutzorganisation IUCN und erhielt 2008 den Status als „stark gefährdet“. Dabei wird ihm nicht nur sein einzigartiger Pelz zum Verhängnis, sondern auch seine Position in der traditionellen chinesischen Medizin und seine Beutejagd. Verfolgung durch Wilderei, illegaler Handel, Konflikte mit den lokalen Viehzüchtern, Rückgang der Beute und Veränderungen des Lebensraums durch den Menschen gelten als zentrale Faktoren für den Rückgang der seltenen Großkatze, doch obwohl das Töten und der Handel mit Schneeleoparden seit den 1970er Jahren verboten ist werden Tiere immer noch in Eisenfallen, mit vergifteten Ködern und mit Treteisen gefangen. Sein Pelz gilt in vielen Ländern als Luxusgut und Statussymbol und wird auf den Schwarzmärkten in aller Welt angeboten und verkauft. Dieser sehr geschätzte Schmuck wurde dabei bis Ende der 1970er Jahre von besonders vielen Staatsoberhäuptern verschenkt und getragen und besitzt auch noch heute eine hohe Nachfrage auf internationaler Ebene. Schätzungen und Recherchen ergaben, dass 2000-2012 etwa Produkte von mehr als 1000 Schneeleoparden verkauft wurden in Form von Accessoires, Wandbehängen, Kleidung etc., auch illegale Jagden in Zentralasien erreichen dabei auf dem russischen Schwarzmarkt Preise von etwa 65000 Euro. Abgesehen von seinem Pelz ist der Schneeleopardenkörper auch für viele Wilderer ein lokratives Geschäft, denn die traditionelle chinesische Medizin sagt seinen Körperteilen nach sie wären wärmend, entzündungshemmend und schmerzlindernd, doch bewiesen wurde diese medizinische Wirksamkeit nie. Trotz alledem werden seine Körperteile zum Lindern von Beschwerden wie bei Rheuma, Entzündungen und Brüchen eingesetzt und erfreuen sich an immer höher werdender Nachfrage, auch aufgrund des traditionellem „Jinbou“ wovon auch der Tiger betroffen ist. Jener Glaube an die angesehen Tiere der Patienten betrifft jedoch nicht die örtlichen Viehzüchter, denn der Schneeleopard steht in vielerlei Konflikten zu diesen. Die heimische Großkatze sorgt mit dem Töten der Nutztiere für eine reale Gefahr für den Lebensunterhalt der Viehzüchter, da auch aufgrund des Beuteschlagreflexes, welcher wegen des unnatürlichem Überangebots an Beute ausgelöst wird, 80 oder mehr Nutztiere pro Nacht Opfer dieser Attacken werden können. Insgesamt entsteht so jährlich ein wirtschaftlicher Verlust bis zu 600 Euro pro Haushalt, was bis zu 56% des Pro-Kopf-Einkommens pro Jahr entspricht. Die Bauern erhalten keine staatliche Entschädigung.



“Indirekte Bedrohung”

Doch nicht nur der direkte Handeln des Menschen beeinflusst den Bestand des Schneeleoparden, sondern auch die Folgen menschlichen Handelns. Denn in den heimischen Gebieten der Schneeleoparden treffen verschiedenste Ökosysteme aufeinander in welche der Mensch eingreift. So kommt es dazu, dass der geeignete Lebensraum des Schneeleoparden schrumpft, was den bestand erheblich reduziert, da eben diese menschlichen Einflüsse ihn dazu zwingen dass dieser in höhere Regionen ausweichen muss, was ihnen die Viehhalter gleich tun müssen, sodass dort noch stärkere Konflikte auftreten. Doch welche Faktoren sorgen nun genau dafür, dass eben dieser große Lebensraum immer weiter schrumpft? Zum einen ist es Überweidung, das bedeutet, dass der Schneeleopard systematisch verdrängt wird, um die Ressourcen dort bestmöglich zu nutzen. Diese Ressourcen jedoch sind nicht als lebensnotwendig anzusehen sondern richten sich dabei an den Konsum. Ebenso schuldig ist auch der verstärkte Ausbau der Infrastruktur in den betroffenen Gebieten, denn so wird das vernetzte Ökosystem getrennt und die Wege für die Wilderer umso leichter zu passieren. Zudem finden während der Bauarbeiten häufig illegale Jagden statt. Unter anderem aber beeinflusst auch der Klimawandel die Großkatzen, da menschliche Siedlungen und klimatische Veränderungen ihn und seine Beute zu einer schnellen Anpassung zwingen, welche den Bestand erheblich reduziert. Doch auch die Politik und die Gesellschaft gefährden den Lebensraum der seltenen Art. Grund ist ihr mangelndes Bewusstsein und Verständnis für den Schneeleoparden , verursacht durch mangelnde finanzielle, personelle und administrative Ressourcen für geltendes Recht, Schutzmaßnahmen und Forschung in länderübergreifender Kooperation. Diese auch oftmals schwierige Sicherheitslage begünstigt somit auch die direkte Bedrohung meist in Form von Wilderei, sodass Kapazitäten geschaffen, das Bewusstsein gefördert und der politische Wille forciert werden müssen.



“Projektziel”

Das Hauptziel „Erhaltung der Schneeleoparden“ ist gegliedert in kleinere Teilziele, wie das der Forschung. Die Erforschung der Großkatze ist aufgrund Lebensraum üblicher Hindernisse (riesige, felsige Gebirge) und die verborgene Lebensweise der Art stark eingeschränkt, obwohl diese für den Schutz sehr wichtig ist. Mittels hoher finanzieller Mittel gelang es Forschern durch Spurenanalysen, Fotografien und Kontakten zur heimischen Bevölkerung viele Verhaltensweisen und Bedürfnisse der Schneeleoparden zu erkunden, welche man für die Reservate für die Tiere nutzt. Auch der Fakt, dass die Jungtiere nach der Geburt etwa 18-22Monate bei ihrer Mutter bleiben, um wichtige Verhaltensweisen, besonders für die Jagd, zu erlernen, zeigt den Forschern und Tierschützern wie wichtig es ist den artgerechten Lebensraum zu erhalten und zu pflegen, da Jungtieren diese mütterlichen „Lehrstunden“ missen bei einer dauerhaften Haltung in einem Reservat. Diese Schaffung artgerechten Lebensraums ist dabei auf die Forschungsergebnisse zu stützen und ein Bewusstsein der Menschen dafür zu schaffen, da der Schneeleopard mit seiner Existenz oder eben nicht-Existenz als Indikator für den allgemeinen ökologischen Zustand eines Lebensraums genutzt werden kann. Sein Wohlbefinden spiegelt die Anzahl der Population der Beute, die Vegetation und den Zustand der Gebirgsketten wieder. Die Bedrohungen, sowohl direkt als auch indirekt müssen erkannt und eingeschränkt bis sogar verboten werden, was das Projekt erzielen möchte, welches vertritt, dass der Schutz der Schneeleoparden auch den Schutz des Lebensraums voraussetzt. Schützt man die reichhaltigen und vielfältigen Ökosysteme so hilft man indirekt auch dem Schneeleoparden.



“Engagement”

MIZZUNI unterstützt mittels einer Patenschaft bei NABU die zahlreichen Maßnahmen zur Erhaltung des Schneeleoparden. Dazu gehören die Anti-Wilderer Einheit „Gruppa Bars“, welche sowohl Wilderer verfolgt als auch Forschungsarbeit betreibt. Zudem auch das Rhea-Zentrum mit dem größten Schneeleoparden-Gehege der Welt, wo Tiere aufgepäppelt und ausgewildert werden. Aber auch die politische Arbeit und Umweltbildung sowie Aufklärungsarbeit vor Ort in Form von Dialogen, Aufklärung und Sensibilisierung auf Gemeindeebene, Vernetzung en der Schutzgebiete und dem Antreiben von immer neueren und strengeren Gesetzen. Diese Maßnahmen sorgen dafür, dass eben der Schneeleopard nicht bald schon als ausgestorbene Art markiert ist, sondern sich wieder erholt und bestehen bleibt. Aber nicht nur MIZZUNI beteiligt sich an diesem Projekt mit einer Patenschaft, sondern auch sie können etwas tun.



“Das können Sie tun”

Ebenso wie MIZZUNI können auch sie die Großkatze unterstützen. Zum einen können sie sich über Bedrohungen und Umstände informieren und ihr Wissen weitergeben, um so Interesse zu wecken und ein Bewusstsein auch bei ihren Mitmenschen zu schaffen. Außerdem können sie im Alltag Hinschauen und Nachfragen, was sich in Produkten befindet und was das bedeutet (teilweise Schneeleopardenknochenpulver etc.). Aber letztendlich sollten sie es aber unbedingt vermeiden Pelz zu tagen, denn nur so kann der Konsum eingedämmt, Wilderei so unattraktiver und der Schneeleopard so von einer der größten direkten Bedrohung befreit werden.



23.Oktober als Internationaler Tag des Schneeleoparden